Freitag, 2. März 2018

Leselisten & das Gefühl, mehr lesen zu "müssen"




Hey, liebe Dangofreunde! ♥

Heute möchte ich gerne über ein Thema schreiben, das mich schon länger beschäftigt: Unrealistische Leselisten und der Druck, der dabei entsteht. Hört sich erst einmal etwas überdramatisiert und lächerlich an, nicht wahr? Aktuell bin ich aber mehr als unzufrieden mit meinem Leseverhalten und in meinen Beiträgen ständig am Jammern, was ich alles nicht auf die Kette kriege - damit soll jetzt Schluss sein. Ein etwas längerer, sehr persönlicher Einblick in meinen Lesealltag und worauf es beim Lesen wirklich ankommen sollte.




Die Vorteile von Leselisten & Statistiken


Vor ungefähr einem halben Jahr habe ich Leselisten für mich entdeckt. Ich bin ein Mensch, der gerne Listen erstellt und Statistiken führt, also hatte ich schon länger mit dem Gedanken gespielt regelmäßig WTR-Posts und Lesemonate zu schreiben. Tatsächlich waren diese in den ersten Monaten ein großer Ansporn für mich: Ich habe schnell gemerkt, dass ich mir durch dieses "gezielte Lesen" wieder viel mehr Zeit für meine Bücher nehmen konnte. Man hat durch Leselisten einfach ein klares Ziel vor Augen - und das brauchte ich. Sechs Bücher in einem Monat gelesen? Wow, das hatte ich vielleicht zuletzt vor einigen Jahren geschafft. Für einige von euch ist das wahrscheinlich nicht allzu viel - manche schaffen ja bis zu 15 Bücher im Monat, Respekt! - aber noch mehr kann ich neben dem Studium und anderen Dingen in meinem Leben einfach nicht lesen. Es bringt sowieso nichts, sich da mit anderen zu vergleichen, weil einfach jeder anders liest und es spielt immer mit hinein, wie viel Lesezeit man sich selbst ruhigen Gewissens zugestehen kann und möchte. Durch die Leselisten habe ich angefangen, mir Zeit zum Lesen zu schaffen und dadurch wieder richtig Lust bekommen, ein Buch nach dem anderen zu verschlingen. Ich war motiviert und in meinem Inneren hatte sich ein Knoten gelöst, der meine Liebe zum Lesen wieder richtig entfacht hat. Jetzt allerdings drohte das alles genau ins Gegenteil umzuschwenken und mich erneut in ein Lesetief zu ziehen.



Die Illusion etwas zu "müssen"


Meine letzten Leselisten waren von Anfang an zum Scheitern verurteilt, denn die letzten Monate bedeuteten für mich eine Menge Stress, sowohl im Studium als auch privat. Mir blieb weniger Zeit zum Lesen, gleichzeitig hatte ich viel zu viele Bücher auf der Liste - meine Planung begann unrealistisch zu werden und das wusste ich auch. Dennoch fühlte ich mich bei jedem einzelnen Buch schlecht, das ich nicht hatte beenden oder gar nicht erst anfangen können, fast wie eine Niederlage. Das Lesen wurde zu einem Zwang, ein bestimmtes Monatsziel zu erreichen. Wie oft sind meine Gedanken und Blicke beim Lesen sehnsüchtig zu einem anderen Buch gewandert, während ich dachte: Es gibt da noch drei andere Bücher, die ich mir für diesen Monat vorgenommen habe, und die muss ich erst abarbeiten... STOPP!

Was soll das heißen - ich muss?! Und seit wann arbeite ich Bücher ab, anstatt sie zu lesen? Als ich näher darüber nachdachte, was mich eigentlich davon abhielt ein Buch zu lesen, das ich am liebsten sofort verschlungen hätte, habe ich mich richtig erschrocken. Der Gedanke, dass ich auch nur irgendein Buch lesen müsste, erschien mir plötzlich unendlich lächerlich - und das ist er auch. Natürlich ist es meine Pflicht ein Rezensionsexemplar, das ich angefragt habe, auch zeitnah zu lesen und zu rezensieren, aber es kann doch nicht angehen, dass man bei jedem Buch, das man in die Hand nimmt, von dem schlechten Gefühl begleitet wird, man hätte "keine andere Wahl". Dass man ein Buch lesen müsse, noch dazu so schnell wie möglich, um danach die Liste weiter abzuarbeiten. Oder weil es aktuell ganz gut zu einer Challenge passt. Es ist doch absoluter Schwachsinn, sich von seinem liebsten Hobby derart unter Druck setzen zu lassen. Warum sich selbst etwas so schönes wie das Lesen kaputtmachen?



Das zwanghafte Lesen


Ich habe Bücher aufgeschlagen, ohne wirklich Lust auf sie zu verspüren - manche wollte ich einfach nur beenden, um es "hinter mich zu bringen" (!!!). Und so etwas bringt weder mir selbst etwas, noch ist es fair gegenüber einem Buch. Natürlich waren auch in den vergangenen Monaten tolle Bücher dabei, doch durch diesen ständigen Druck, den ich mir selbst gemacht habe, konnte ich sie nicht auf die Art genießen, wie ich es mir eigentlich gewünscht hätte. Dazu kam noch, dass es mir durch den Stress oft an Zeit, Motivation und Energie zum Rezensieren fehlte. So stieg die Zahl der Entwürfe stetig an, von denen einige noch immer unvollendet auf meinem Laptop warten - eine Art Schatten, der mich seit Monaten verfolgt und zusätzlich unter Druck setzte. :'D Das geht so weit, dass ich mir bei jedem angefangenen Buch dachte: Mist, eine weitere Rezension, die ich schreiben muss.

Die geplanten Bücher und Mengen an unvollendeten Rezensionen stellten mich vor eine gefühlt endlose To-Do-Liste, die immer weiter anwuchs. Schließlich höre ich nicht plötzlich komplett auf zu lesen, nur weil ein anderes Buch noch darauf wartet, rezensiert zu werden. Wenn eine Rezension abgearbeitet war, hatte ich bereits ein neues Buch gelesen, das rezensiert werden musste. Und da ist es wieder, dieses Wort: Müssen. Es kann doch nicht sein, dass es mir bei jedem Buch davor graut, es rezensieren zu müssen, wenn ich es doch eigentlich so sehr mag in fremde Welten abzutauchen. Ich betreibe einen Blog, weil ich Bücher liebe und gerne in Form von Rezensionen über sie schreiben möchte, nicht, um zusätzlich zum Studium eine Art "ungeliebten Job"zu haben, der mich frustriert.



Das Erwachen


Vor kurzem habe ich spontan einen Roman in die Hand genommen, den ich unbedingt lesen wollte - Berühre mich. Nicht. von Laura Kneidl. Eigentlich hatte ich eingeplant, vorher ein anderes Buch zu lesen, aber es lag so verlockend auf meinem Nachttisch und so konnte ich einfach nicht mehr warten. Und was soll ich sagen? Ich habe diese Geschichte absolut durchgesuchtet und musste direkt auch zum zweiten Band greifen! Endlich habe ich wieder dieses besondere Gefühl verspürt: Diesen Sog, den ein gutes Buch auf uns Bücherwürmer ausübt. Der uns ständig daran denken lässt, endlich weiterlesen zu können. Der uns antreibt, bis spät in die Nacht zu lesen, ohne müde zu werden, und die Augen vor der Wahrheit verschließen lässt, dass schon in fünf Stunden der Wecker klingeln wird. So soll Lesen für mich sein! Das hat mich schließlich wachgerüttelt und mir vor Augen geführt, wie sehr man ein gutes Buch doch genießen kann, wenn man einfach nur liest, was man möchte.

Es war an der Zeit, die Notbremse ziehen. Nein, ich werde keine Blogpause einlegen, denn ohne meinen Blog kann ich einfach nicht. Das Bloggen ist viel zu sehr zu einem festen Bestandteil in meinem Leben geworden, den ich nicht mehr missen möchte. Aber ich werde dieses lächerliche Problem anpacken, das ich mir selbst geschaffen habe. Dieser vollkommen unnötige Stein, den ich mir selbst in den Weg lege, zwischen mich und mein eigentlich doch liebstes Hobby, das Lesen. Es wird ab sofort keine Leselisten mehr geben. Stattdessen möchte ich in meinen Lesemonaten eine Art Ausblick einbauen, eine kleine Leseplanung, die ich aber deutlich zwangloser gestalten möchte als bisher. Außerdem überlege ich bei einigen Challenges zu pausieren, da diese mich nur zusätzlich unter Druck setzen. Mit diesen Veränderungen kann ich mich sehr gut anfreunden und werde hoffentlich bald wieder mehr Spaß am Lesen haben. Es bringt rein nichts, sich durch den eigenen Blog oder endlos lange Leselisten stressen zu lassen, das habe ich aus all dem gelernt. :)




Was haltet ihr von Leselisten?
Helfen sie euch oder setzen sie euch eher unter Druck?

♥♥♥









Kommentare:

  1. Huhu Lena,

    genau aus den Gründen habe ich weder eine Leseliste, noch nehme ich Rezensionsexemplare an. :D Ich "muss" schon genug jeden Tag tun (arbeiten gehen z.B.), da "muss" ich nicht auch noch in irgendwelchen Zeitrahmen Bücher lesen, auf die ich vllt aktuell gar keine Lust habe oder für die meine freie Zeit einfach nicht reicht. Und ich bin froh, wenn ich 4 Bücher pro Monat schaffe. ;) Schließlich will meine Freizeit auch mit anderen Dingen als Lesen gefüllt werden.

    LG Alica

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    1. Hey Alica,

      deine Einstellung finde ich sehr konsequent und es ist schön, wenn es so gut für dich funktioniert. :) Ja, Rezensionsexemplare sind ein schwieriges Thema. Ich frage nur Bücher an, die mich wirklich interessieren und die ich auch wirklich lesen möchte. Leider passiert es trotzdem häufig, dass ein Buch nicht so gut ist wie gedacht, und dann würde man natürlich lieber ein anderes lesen. Ich mag es trotzdem, Rezensionsexemplare zu erhalten, mit Verlagen und Autoren zusammenzuarbeiten. :) Ich bin immer froh, wenn ich sechs Bücher schaffe, alleine wegen meines SuBs. :D Und es ist immer so schade, wenn noch so viele ungelesene Geschichten im Regal warten, da sind mir vier Bücher im Monat einfach zu wenig. *grins* Letztendlich liest jeder so viel, wie er kann. Und manchmal gehen einfach andere Hobbies vor. :)

      Liebe Grüße
      Lena ♥♥♥

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  2. Hi Lena!

    Oh ja, ich kann deine Gedankengänge sehr gut nachvollziehen :)

    Allerdings komme ich mit meiner Leseliste sehr gut klar, die mache ich mir jetzt schon seit doch einer längeren Zeit, ABER die ist nicht in Stein gemeißelt!
    Ich mach mir so einen recht guten Überblick über das, was ich gerne als nächstes lesen möchte, hab dabei auch Challengeaufgaben im Auge, aber wie gesagt, nichts muss, alles kann :)

    Die Rezensionsexemplare sind halt immer so eine Sache. Ich versuche, wirklich nur das anzufragen, was mich total brennend interessiert. Und wenn es dann da ist, möchte ich es eben auch sofort lesen :D Da kommt nicht wirklich Unlust auf - außer es gefällt mir überhaupt nicht, aber das ist wirklich selten.

    Ich hab auch kein Problem damit, "leselisten-fremde" Bücher dazwischen zu schieben. Musste ich jetzt im März machen, weil gerade innerhalb 2 Tagen drei Rezi-Exen eingetrudelt sind. Dafür kommen eben ein paar Bücher aus der März Liste in den April.
    Die Leseliste ist für mich nur ein Rahmen, der mir hilft, auszuwählen was ich lese. So behalte ich gut im Auge was an Reihenfortsetzungen zu lesen ist, die Rezensionsexemplare (damit die nicht in der Versenkung verschwinden) und alte Sub Bücher die ich immer mit einzuplanen versuche. So hab ich immer eine gute Mischung, die ich aber jederzeit wieder abändern kann.

    Natürlich kenne ich das Gefühl von "müssen" wie du es beschreibst, so ging es mir eher nach dem ersten Bloggerjahr, aber mittlerweile hat sich das wieder sehr gelegt, zum Glück :)

    Liebste Grüße, Aleshanee

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    1. Hey Aleshanee,

      dieses Müssen-Gefühl hatte ich bis vor kurzem wirklich überhaupt nicht, bei mir kam es also etwas später erst auf. :D Ich vermute, dass jeder Blogger irgendwann einmal damit konfrontiert wird.

      Das Problem an meinen Listen und ein großer Unterschied zu deinen war wohl, dass sich diese sehr wohl angefühlt haben "wie in Stein gemeißelt", obwohl das ja eigentlich ich selbst zu entscheiden habe. Eine gute Mischung aus Rezensionsexemplaren, brandneuen Büchern und SuB-Leichen hatte ich eigentlich auch, denke ich, nur habe ich mir immer zu viel vorgenommen und am Ende meist die SuB-Bücher nicht mehr geschafft, auf die ich eigentlich große Lust hatte... -.- Spontan kam mir kein Buch dazwischen, das musste dann bis zum nächsten Monat warten. Nun möchte ich das Ganze auch gerne entspannter halten. Ich denke, wenn es keine eigenen Posts mehr zur Leseliste geben wird, bin ich auf einem guten Weg, mir etwas den Druck zu nehmen. :) So wie du es machst, ist es eigentlich sehr gut und ich hoffe, dass es bei mir auch klappt. Aber da bin ich guter Dinge. :)

      Liebe Grüße
      Lena ♥♥♥

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    2. Ja, das muss jeder für sich selbst rausfinden, wie er es handhabt. Ich denke, da ist vor allem die Haltung gegenüber der Leseliste "schuld" und nicht die Liste an sich ;)
      Wenn man diese nicht so eng sieht und eben auch mal was weglassen oder spontan dazwischen lesen kann, dann ist das alles nicht mehr so mit "Zwang" verbunden ...

      Ich wechsel eben immer mit Rezi-Exen, älteren SuB Büchern und was mir spontan in den Sinn kommt was ich lesen möchte. Und die Liste hilft mir dann mich auch dran zu halten. Gerade die Rezi-Exen möchte man ja immer sofort lesen und rezensieren, aber auch da hab ich mir angewöhnt eben auch mal eine SuB-Leiche dazwischen zu packen. Gewöhnlich hab ich ja auch nicht so viele Rezi-Exen dass das zum Problem wird ^^ Wobei ich grade in den letzten Tagen tatsächlich einige bekommen hab - irgendwie kommen die immer gleichzeitig *lach* Aber auch jetzt les ich immer ein anderes dazwischen - oder auch nicht. Je nachdem wie ich Lust habe :)

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    3. Ja, da hast du recht. Wenn ich rückblickend über meine Leseliste spreche, hört sich das vielleicht so an, als hätte diese ein Eigenleben entwickelt. :D Letztendlich ist da wirklich meine eigene Einstellung schuld, der Druck, den ich mir gemacht habe. Bei mir ist es auch so, dass die Reziexemplare irgendwie immer alle auf einmal eintrudeln. :D Monate lang interessiert mich kein Buch genug, um es anzufragen und dann kommt alles wieder Schlag auf Schlag. XD

      Liebe Grüße
      Lena ♥♥♥

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    4. Schönen guten Morgen! Ich hab deinen Beirag heute in meiner Stöberrunde verlinkt ;)

      Liebste Grüße, Aleshanee

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    5. Danke dir, habe es gesehen und mich sehr gefreut! Ich hoffe, du list das hier noch - ist ja schon eine Weile her, dass du den Kommentar geschrieben hast. :D

      Liebe Grüße
      Lena ♥♥♥

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  3. Ich habe keine Leselisten, ich habe zwar eine Liste, welches Buch ich auf meinem SuB habe und in welcher Reihenfolge sie zu mir kamen, aber ich lese eher das, auf was ich Lust habe und zwischendurch mal was, was schon zu lange da ist ^^ Aber bei 25 Büchern auf dem SuB hält sich das in Grenzen und da ich zwei Bücher parallel lese, kann ich immer ein unwilliges (sollte ich sowas aufm SuB haben) und ein gutes Lesen ;)

    Das unter Druck setzen ist doof, egal wie gern man Listen hat (wie ich), aber manchmal sind sie eiinfach kontraproduktiv ;)

    Schöner Beitrag <3

    Liebste Grüße
    Vivka

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    1. Hey Vivka,

      ich beneide dich wirklich um deinen SuB, haha. Okay, eigentlich liebe ich es, dass all die schönen Geschichten in meinem Regal auf mich warten und dass ich immer eine Auswahl an Büchern zuhause stehen habe, aber hinterher kommt man nicht wirklich. :D 25 Bücher sind da echt noch sehr vernünftig. Ich lese ja eigentlich auch immer Bücher parallel, blöd ist nur, wenn beide Bücher einen nicht so richtig packen können. Oder wenn bereits eine Leserunde startet, bei der man gerne mitmachen würde und dann ein drittes Buch anfängt, weil man die anderen nicht rechtzeitig beenden konnte. Oder ein Reziexemplar dazwischenkommt. Ich habe aktuell leider noch einige Bücher nicht beendet, für die dann einfach keine Zeit war. :D Bei mir wurden die Listen definitiv kontraproduktiv. Mal sehen, vielleicht komme ich mit einer engeren Auswahl (wie in meinen Lesenächten) viel besser klar. :)

      Und danke, es hat Spaß gemacht, sich das alles von der Seele zu schreiben und mal wieder einen freieren Text zu schreiben. ♥

      Liebe Grüße
      Lena ♥♥♥

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    2. Ich kann es eben wiederum nicht ab, wenn ich zu viele Bücher habe und sie im Zweifel nicht schaffen würde zu lesen ... dann nehme ich mir liebe ReRead-Bücher ausm Regal ^^

      Zwei bis drei Bücher parallel sind es bei mir auch immer ;)

      Das ist natürlich ne Idee, ne Want-to-read-Liste für den Monat, wo man sich eben ein paar Bücher vom SuB nimmt und daraus ne Leseliste bastelt =)

      Liebste Grüße
      Vivka

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    3. Das kann ich gut verstehen! Bei meinem Lesetempo und dem momentanen SuB würde ich übrigens zwei Jahre brauchen, bis sie alle gelesen sind - sofern keine neuen Bücher dazukämen. Lol. Ich hab wohl ein Problem...? :D

      Liebe Grüße
      Lena ♥♥♥

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  4. Hallo^^

    Ich kann deine Gedanken und Gefühle ziemlich gut nachvollziehen, da es mir genauso geht. Vor allem, als ich noch die Monatsaufstellungen hatte, welche Bücher ich in Monat X lesen möchte oder auch jetzt bei einer Challenge, ich hatte ständig das Gefühl: Das und das MUSS ich noch lesen. Ergebnis? Ich hab weniger gelesen. Ich mag es einfach nicht, wenn ich etwas machen muss, da blocke ich und mache dann das Gegenteil. Momentan lese ich wieder Bücher aus der Bücherei, aber das ist ja was anderes, die muss ich ja lesen, weil sie ja irgendwann wieder zurück müssen ;-)

    Ansonsten lasse ich mir da Zeit und lese, was ich will und wann ich es will.

    Lg,
    Kira

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    1. Hey Kira

      jaa, durch den Stress mehr lesen zu wollen, passiert genau das Gegenteil, so ist es! Ist bei mir genau das gleiche wenn ich lernen oder eine Hausarbeit schreiben muss und eigentlich gar keine Zeit habe etwas anderes zu machen: Erst mal was zu essen machen und eine ganze Staffel Orphan Black schauen. Sehr zielführend. XD Und dann komme ich erst richtig in Stress.

      Es ist wichtig, sich Zeit zu lassen und sich selbst nicht aufzuzwingen, das tun schon Arbeitgeber, Professoren und Lehrer zur Genüge. :) Ich hoffe, auch du schaffst es, weiter mit dieser Einstellung zu lesen! ♥

      Liebe Grüße
      Lena ♥♥♥

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  5. Hey Lena ♥

    interessanter Beitrag. Ich habe nur Leselisten für meine Rezensionsexemplare, aber selbst da habe ich einen selbst gemachten Druck aufgebaut. Und bei mir ist das auch durch die Social Media Kanäle ausgelöst worden. Langsam lese ich aber nur noch dann, wenn ich will und Lust habe und das macht mir wieder mehr Spaß.
    Danke für den schönen Beitrag :)

    Liebste Grüße Sine

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    1. Hey Sine,

      mit Social Media geht es mir auch so, dabei versuche ich schon mich nicht durch das "Konkurrenzdenken" anderer Leute oder ihre großartigen Lesemonate beeinflussen zu lassen... XD Ist ja leider so. Man sollte doch eigentlich sein eigenes Ding durchziehen. Es ist schön, dass du auch wieder zum Lesen zurückgefunden hast. :)

      Liebe Grüße
      Lena ♥

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  6. Hey Lena,
    oh wow! Aber schön, dass du wieder Freude am Lesen gefunden hast.
    Ich mache mir eher selten Leselisten und dann um eben mehr zu lesen. Leselisten spornen mich an, mir mehr Zeit fürs Lesen zu nehmen. Somit schaffe ich mal 1 - 2 Bücher mehr im Monat als sonst. Aber für mich sind Leselisten nicht fix. Wenn ich auf ein Buch keine Lust habe, sondern auf ein anderes, dann ist das auch okay. Und wenn ich nicht alle Bücher geschafft habe, ist es auch nicht schlimm und ich fange im nächsten Monat wieder bei 0 an.
    Aber meistens lese ich die Bücher von meinem SUB, auf die ich Lust habe und versuche zwischendurch auch SUB-Leichen einzubauen.
    lg, Tine =)

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    1. Hey Tine,

      das ist die richtige Einstellung, würde ich sagen. :D Es ist schön, dass du mit deinen gelegentlichen Leselisten so gut zurechtkommst. Mich haben sie ja anfangs auch unheimlich angesport, man behält auch eine bessere Übersicht. Ich möchte versuchen, dieses Thema nicht mehr so gezwungen anzugehen und mir eine lockere Leseplanung vorzunehmen. :)

      Liebe Grüße
      Lena ♥

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  7. Hi :D

    das ist ein toller Beitrag! Ich habe für diesen Monat einen ganz ähnlichen Post geplant und bereits geschrieben und werde darin auf jeden Fall auch auf deinen Post verweisen, wenn das OK ist ^^.
    Mir ging es nämlich ganz ähnlich wie dir. Als ich mit dem Bloggen anfing vor 4 Jahren, war ich auch ganz euphorisch am Leselisten erstellen... Aber dann musste ich relativ schnell feststellen, dass ich mir damit die Lust aufs Lesen vermiese. Den Druck und den Zwang den du beschreibst, habe ich plötzlich auch verspürt und das hat mich auch prompt in eine große Leseflaute getrieben. Ab da habe ich es gelassen und nie wieder eine Liste gemacht. Aktuell überlege ich allerdings wieder damit anzufangen (worum es dann in meinem Post später gehen soll), bin mir aber aufgrund der negativen Erfahrung von damals noch sehr unsicher, wie ich das angehen soll und ob überhaupt. Und falls ich mich dazu entscheiden sollte, wieder sowas wie eine Planung zu machen, dann auf jeden Fall auch in abgeschwächter Form und wirklich ohne Druck und Zwang. Auch Rezensionsexemplare frage ich nur noch äußerst selten an (die letzte Anfrage habe ich letztes Jahr im September getätigt), damit ich auch alles bewältige, falls mal wieder das Leben dazwischen kommt oder die nächste Flaute droht ;). Man muss glaube ich versuchen, eine gute Balance, einen guten Mittelweg, zu finden mit dem man sich wohlfühlt. Manchmal braucht sowas Zeit, aber irgendwann hat man den Dreh raus. Zumindest glaube ich da ganz fest dran ^^.
    Es freut mich jedenfalls sehr für dich, dass du mittlerweile wieder Spaß am lesen hast. Bitte mache dir keinen Druck, das bringt wirklich nichts. Genieße es einfach, es geht hier um nichts anderes als um dein Hobby und das soll Spaß machen ^^.

    Liebe Grüße
    Insi Eule

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    1. Hallo Insi Eule,

      danke für deinen lieben Kommentar und das Feedback, das freut mich sehr! :) Natürlich ist es okay, wenn du mich verlinkst, auch darüber freue ich mich. Deinen Beitrag werde ich dann gerne lesen, bin neugierig.^^

      Bei mir kamen die Leselisten vergleichsweise spät, erst im letzten Jahr. Am Anfang meines "Bloggerdaseins" habe ich in einer Leseflaute gesteckt, aus der ich mithilfe des Blogs entkommen wollte (was auch gut geklappt hat). Zunächst habe ich also zu wenig gelesen, als dass sich eine Liste gelohnt hätte. :D

      Es erstaunt mich nicht, wie viele hier ähnliche Erfahrungen mit Leselisten gemacht haben, erschrocken bin ich trotzdem etwas, dass wir uns das Lesen alle so vermiesen lassen. Der Mittelweg ist wichtig, wie ich jetzt gelernt habe. Ich denke, dass du rihig wieder mit Leselisten anfangen kannst, wenn du es möchtest, allerdings darfst du dann nicht aus den Augen verlieren, weshalb du sie erstellst und worum es beim Lesen eigentlich geht. Ich wünsche dir auch, dass du das Lesen weiter genießen und dich an deinen Büchern erfreuen kannst. Wer weiß, vielleicht tauschen wir uns dann in ein paar Monaten darüber aus, wie toll Leselisten doch sind? :D

      Liebe Grüße
      Lena ♥

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    2. Mich überrascht es auch nicht wirklich, dass so viele sich von diesen Listen beeinflussen und unter Druck setzen lassen. Ich kann das auch verstehen, denn man macht die Liste ja, weil man sie schaffen möchte. Und nicht jeder ist ein guter Verlierer, wenn er es nicht schafft ;). Mir fehlt diese Gelassenheit ja selbst, deswegen hadere ich ja so mit mir. Aber es wäre natürlich echt cool, wenn wir tatsächlich irgendwann sagen können, dass Leselisten wieder Spaß machen und uns mehr helfen als schaden ^^. Ich drücke uns die Daumen, dass wir da wieder hinkommen :).

      Liebe Grüße
      Insi Eule

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    3. Ja, da sagst du es Insi: sich als Verlierer fühlen weil man nicht alles geschafft hat!
      Da muss man dann aber sein Denken überdenken - bzw. die Einstellung der eigenen Liste gegenüber. Denn die Liste an sich ist, denke ich, nichts schlechtes, den Druck sie zu schaffen macht man sich ganz alleine selbst ;)

      Ich hab jetzt im März sehr viel auf meiner Liste und ich weiß, dass ich die sicher nicht alle schaffen werde ... aber: so what? Das sind einfach die Bücher, die mich als nächstes am ehesten ansprechen und ich guck einfach, was ich davon schaffe.
      Was nicht, rutscht in den nächsten Monat :D

      Ich finde gerade bei einem hohen SuB ist so eine kleine Liste eine gewisse Erleichterung, zumindest für mich weil ich sonst immer Entscheidungsschwierigkeiten hätte xD

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    4. Oh ja, ich bin so eine, die sich schnell selbst Druck macht, egal worum es geht. :D Bin froh, dass ich das zumindest bei den Leselisten nun verstanden habe. Generell ist das ein Charakterzug, an dem ich arbeite, aber nicht immer gelingt es mir. Sich als Verlierer zu fühlen, weil man ein Buch nicht geschafft hat, ist ja auch komplett hirnrissig... -.- Ich verstehe mich selbst da nicht wirklich.

      Gerade wegen des SuBs habe ich damals mit den Leselisten angefangen (und um mich halt anzuspornen). Leider sind dann gerade die SuB-Leichen eher auf der Strecke geblieben, weil meine Liste zu voll war und diese oft am Ende übrigblieben... Generell mag ich es aber auch, mir eine engere Auswahl zusammenzustellen. :) Das mache ich immer in meinen Manga-Lesenächten und es klappt sehr gut. Mit den Büchern ist es dann hoffentlich auch so.

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  8. Hey :)
    ich liebe es auch unheimlich Listen zu machen und lege mir gerne Bücher raus die ich in einem Monat lesen möchte. Ich kann dein "Schuld" Gefühl ganz verstehen! Ich hatte es bei meinen älterne Listen auch und habe dann haufenweise Bücher in den nächsten Monat verschoben. Es war nicht nur eine Leseliste sondern eher eine ToDoListe die immer länger wurde.
    Dadurch kam es dann dazu das ich gar keine Lust mehr hatte mir eine Liste zu schreiben.

    Nun habe ich es so geregelt das ich eine auf meinem Blog schreibe und das entsprechende Bild auch auf Instergram stelle. Jedoch schreibe ich sie mir nicht mehr auf Papier auf. Das nimmt mir etwas an druck. Zudem habe ich mir vor Augen geführt das es nur eine Liste ist wie es optimal laufen könnte.
    Wenn ich am Ende nicht alles schaffe, ist es halt so. Klar denke ich dann kurz schade, jedoch halte ich mir immer vor Augen dafür hast du das Buch gelesen oder eben was anderes tolles erlebt das ich um kein Buch der Welt tauschen möchte. Wie zum Beispiel Geburtstage ;)

    Liebe Grüße
    Carla ♥

    PS: Habe deinen Beitrag mal bei meiner WTR Liste verlinkt ;)

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    1. Hey Caaaaaaarla *.*

      Es ist sehr schade, dass du ähnliche Erfahrungen mit Leselisten machen musstest. Du planst und organisierst ja auch so gerne Dinge und da würde man gerne ALLES abhaken, nicht nur einen teil. :D Es fühlt sich dann fast so an, als hätte die Leseliste ein Eigenleben, nicht wahr?

      Du hast vollkommen recht, man sollte so eine Liste als etwas sehen, wie es optimal laufen könnte, aber niemals ein festes Ziel darin sehen. Es kommen im Leben einfach immer viel zu viele Dinge dazwischen. Manchmal hat man keine Lust zu lesen. Manchmal entdeckt man ein tolles neues Buch, das dann einfach Vorrang haben sollte. Ich werde ab jetzt auch versuchen, nicht mehr an die Bücher zu denken, die ich nicht geschafft habe, sondern mir vor Augen zu führen, was ich alles tolles lesen konnte. :)

      Ganz liebe Grüße
      Lena ♥♥♥♥♥

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  9. Hallo Lena,

    ein schöner Beitrag! Ich habe auch mal überlegt, ob ich mir WTR-Listen schreiben soll, doch da habe ich mich dagegen entschieden.

    Man darf sich da einfach nicht zu sehr stressen. Zumindest ist das meine Meinung. Ich liebe Listen total, aber grad wenn's um Leseplanung geht, funktionieren sie irgendwie nicht. XD Ich habe mir zwar meine #18für2018 zusammen geschrieben, mehr aber nicht. Da geht mir zu viel Spaß verloren. Wie du schon schreibst, es entsteht künstlich Druck.

    Aber natürlich freue ich mich, wenn ich ein weiteres Buch auf meiner Gelesen-Liste vermerken kann. Ich 'arbeite' da eher nach dem Hab-ich-geschafft statt dem Muss-ich-noch-Prinzip.

    Ich lese öfter, dass Challenges manchen unangenehm werden. Ich liebe Challenges obwohl ich total oft scheitere. Doch ich nehme das nie ernst, sondern mache aus Spaß an der Challenge mit. Nicht geschafft? Ist mir doch egal! XD Ohne Challenges wüsste ich gar nicht, was ich als nächstes lesen sollte.

    Fein, wenn du dir den Druck genommen hast. Wichtig ist, dass wir Spaß daran haben. Wenn es keine Freude macht, dann ist es nicht gut für einen.

    Liebe Grüße,
    Nicole

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    1. Hey Nicole,

      entschuldige die späte Antwort, irgendwie hatte ich in den letzten Wochen nicht so viel Motivation auf Kommentare zu antworten und habe es vor mir hergeschoben - da bin ich jetzt einfach mal ehrlich. :D

      Oh ja, wenn man sich nicht so stresst, funktioniert es erstaunlich gut. Die "lockere Leseplanung" habe ich jetzt einige Wochen getestet und komme damit sehr gut klar. Überhaupt kein Druck mehr, viel mehr Lesespaß und automatisch hat sich auch dieses "Hab-ich-geschafft"-Gefühl bei mir eingestellt, wie du es so schön beschreibst. :D

      Mit Challenges ist es bei mir wirklich ein zweischneidiges Schwert. Einerseits motivieren sie, andererseits gerate ich immer in Stress meine Rezensionen rechtzeitig einzureichen. Ich bin eher der Typ Leserin, der nach dem Beenden eines Buches erst mal alles sacken lassen muss, ehe es an die Rezi geht. Wenn ich dann ein Buch für die Challenge lese, bleibt oft nicht genug Zeit für die Rezi. :D Doch das werde ich noch in den Griff bekommen, dafür machen mir Challenges einfach viel zu viel Spaß.

      Der Druck ist weg und ich habe wieder Spaß. :)

      Ganz liebe Grüße
      Lena ♥♥♥

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    2. Hallo Lena,

      das macht ja nichts. Ich war sowieso auf Urlaub. XD Manchmal muss man sich eben auch eine Auszeit gönnen.

      Oh ja, das mit den Rezensionen bei den Challenges kenne ich auch. Daher mache ich nur bei Jahreschallenges ohne monatliche Aufgaben mit, weil es bei mir sonst ebenso stressig wird. Ausnahme ist eben meine heißgeliebte SuB-Abbau-Challenge auf LB, aber da braucht man keine Rezensionen schreiben.

      Wie gesagt, der Spaß ist die Hauptsache! :)

      Liebe Grüße & schon einmal einen guten Start ins lange WE! :)
      Nicole

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    3. Hey Nicole,

      jaaa genau die monatlichen Aufgaben und Fristen sind es, die dann so stressen. Challenges ohne monatliche Punkte oder bei denen man keine Rezis schreiben muss, sind so viel entspannter! Vor allem habe ich immer das Gefühl, ich müsste jetzt die und die Rezension schreiben, obwohl ich eigentlich etwas anderes schreiben möchte... -.-

      Liebe Grüße
      Lena ♥♥♥

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