Freitag, 7. August 2015

Ein kleines bisschen Poesie - #1 - Armes kleines Herz


Hallo Ihr,

ich schreibe sehr gerne kürzere, etwas tiefsinnigere Texte, die, wie ich finde, als Poesie durchgehen. Deswegen dachte ich mir, ich starte einfach mal diese neue Rubrik, in der ich solche Texte dann posten werde. Ich hoffe, dass das was ihr lest euch gefallen wird. Den Text unten habe ich übrigens auch auf meiner Instagram-Seite gepostet, falls welche von euch da aktiv sind, könnt ihr gerne mal vorbeischauen!

Küsschen, Clara

Armes kleines Herz

Das arme, kleine Herz, noch jung und naiv, schlägt ganz zaghaft in der Brust.
Bis es eines Tages ausgegoren wird, von einem kleinen süßen Traum.
Ganz urplötzlich schlägt es schneller, höher, länger, wärmer, stärker, pure Euphorie, für das kleine dumme Herz.
Und es wächst, wird stark und mutig, traut sich mal heraus zu schauen, sich auch mal bemerkbar machen.
Und der Traum fängt an zu spinnen, seine dünnen weißen Fäden.
Spinnt das kleine Herz in wundersame Fantasien.
Fängt auch an es zu vergiften, mit Versprechen zu zuschütten.
Von der großen, wahren Liebe, von dem Prinzen hoch zu Ross, von Vertrauen, Hingebung.
Immer enger, immer fester, spinnt der Traum seine Netze und er färbt sich langsam schwarz.
Das Herz fängt an zu husten, röchelt furchtbar schmerzverzehrt unter der schier unerträglichen Last der weißen Fäden.
Panisch schlägt es immer schneller, versucht standzuhalten, mitzukommen, merkt nicht wie der Traum sich verwandelt, in eine dicke Schwarze Spinne, die immer näher krabbelt.
Und als es am schnellsten schlägt: POP!
Da platzt das arme Herz.
Alles färbt sich Purpur rot und das kleine Herz ist tot.
Doch an der Stelle wo es war, sieht man gerade so, wie ein winziges neues Herz, langsam anfängt sich zu regen.
Doch das Herz ist viel zu klein, viel zu schüchtern, misstrauisch.
Nicht so schön und perfekt wie das alte tote Herz, mit kleinen Narben übersät.
Und wartet furchtbar traurig auf seinen eig'nen süßen (Alb-)Traum.


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